Bericht der Europäischen Kommission zu Pharmaindustrie und Generika

Die Wettbewerbskommission der Europäischen Kommission veröffentlichte Ende November einen Bericht zum Wettbewerb Pharmaindustrie und Generika. Er zeigt wie die Pharmaindustrie die Einführung neuer Nachahmerpräparate durch massive Ausweitung von Patenten und Patentclustern gezielt verzögert.

Zitat aus der Zusammenfassung der Ergebnisse:

"The strategies observed include filing for up to 1300 patents EUwide in relation to a single medicine (so-called "patent clusters"), engaging in disputes with generic companies leading to nearly 700 cases of reported patent litigation, concluding settlement agreements with generic companies which may delay generic entry and intervening in national procedures for the approval of generic medicines. The additional costs caused by delays to generic entry can be very significant for the public health budgets and ultimately the consumer."
 
2. Ausgabe der MEZIS-Nachrichten

Die aktuelle Ausgabe der MEZIS-Nachrichten berichtet über Probleme bei der Gewinnung medizinischer Erkenntnisse und untersucht die Wirkung von Arzneimittelmustern sowie die Einflussnahme der Pharmaindustrie auf ärztliche Fortbildungen.

Zum Download

 
Broschüre zum Sponsoring von Selbsthilfeorganisationen

Broschüre: Ungleiche PartnerPatienten wollen glaubwürdige Antworten. Selbsthilfegruppen sollen sie liefern: sie arbeiten ehrenamtlich, gelten als unabhängig von Pharmafirmen und Krankenkassen und sind oft dennoch fast so kompetent wie Fachverbände.

Doch immer mehr Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen lassen sich auf "Kooperationen" mit Pharmafirmen oder ein Sponsoring von Medizingeräteherstellern ein. Die deutschen Ersatzkassen nehmen das Problem in ihrer neuen Broschüre "Patientenselbsthilfe und Wirtschaftsunternehmen im Gesundheitssektor" unter die Lupe.

 
Internes Forum eröffnet

Für Diskussion unter den Vereinsmitgliedern haben wir ein internes Forum eingerichtet. Der Zugang ist passwortgeschützt.

 
Kampagne für eine industrieunabhängige Patienteninformation

Direkt bei Patienten für rezeptpflichtige Arzneimtitel zu werben, ist in Europa aus gutem Grund verboten: Arzneimittel sind immer dann verschreibungspflichtig, wenn sie mit ärztlichem Sachverstand verordnet werden müssen oder erhebliche Risiken haben (z.B. durch Wechsel- und Nebenwirkungen). Ein aktueller Gesetzesvorstoß auf EU-Ebene will der Pharmaindustrie erlauben, VerbraucherInnen in Zukunft direkt über Gesundheit, Krankheit und Arzneimittel zu informieren. Eine von der BUKO Pharmakampagne angestoßene Stellungnahme fordert die dagegen eine transparente und industrieunabhängige Information der PatientInnen.

 
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